Die Vereinschronik

Stehend von links: Alfred Fischer, Max Lehner, Helmut Strobel, Rudolf Steiner, Rudi Krause, Erich Krtzer, Bernhard König, Franz Valier,
untere Reihe von links: Anton Rottach, Herbert Zemann, Georg Alger, Helmut Kraus, Otto Eichinger, Hermann Freidling

Eigentlich geht der Fußball-Mannschaftssport in Oberbeuren schon bis zum Jahre 1916 zurück! Einige acht- bis neunjährige Schulkameraden spielten fleißig zusammen und gründeten den ersten Verein.

Ein Schmunzeln kann man sich nicht verbeißen, wenn man an die Entstehung dieses Hunderter-Vereins denkt. Weil es stets an einem guten Fußball fehlte, "klaute" einer der Buben seiner Mutter 100 Mark und kaufte dafür einen Fußball! Auch so kann ein Verein entstehen!

Einige Jahre später entstand dann der Realschüler-Verein. Auf Kargs Wiese an der Regenleute fanden die ersten Spiele statt, unter anderen das Spiel gegen Dösingen, welches mit 21:0 gewonnen wurde!

Der SV-Oberbeuren wurde am 28. Oktober 1929 im Oberbeurer Gasthaus Engel aus der Taufe gehoben.

Cornel Weiß

Bei der Gründungssitzung waren anwesend: Franz Gahnal (1. Vorstand), Cornel Weiß (2. Vorstand), Kajetan Hartmann (Kassier), Hermann Jetzt (Spielführer), Hans Negele, Fritz Negele, Josefa Karg, Georg Huttner und Hans Högel.

Der erste Vereinsbeitrag wurde auf 20 Pfennig pro Monat festgelegt!

Mit dem Jahre 1933 kam dann das vorläufige "Aus" für den Oberbeurer Fußball.
Das bedeutete bis 1946 eine unfreiwillige Zwangspause im Vereinsgeschehen
des SV-Oberbeuren.

Neubeginn nach dem Krieg: 1946

Tischtennisabteilung 1959

Aus dem Fußballplatz sollte ein Kartoffelacker werden. Einige Furchen waren bereits gezogen worden, als es den Aktiven des Vereins gerade noch gelang, den Platz wieder als Fußballplatz zu gewinnen.

Vereinsvorstand nach dem Neubeginn war für drei Jahre Erich Weitzel. Der Verein nannte sich „SV Oberbeuren" und am 18. Juli 1948 wurde auf dem neu eröffneten Sportplatz mit den Verbandsspielen begonnen.

1954 wurde der "Grüne Baum" in Oberbeuren das neue Vereinslokal und da als neue Abteilung eine Tischtennisabteilung gegründet wurde, nannte sich der Verein fortan TSV-Oberbeuren . Erster Abteilungsleiter wurde Alfred Betz.

Diese Abteilung schaffte mit Josef Guggenmoos, Franz Klimpfbeck, Josef Köchel und Peter Müller 1957 die mittelschwäbische Jugend-Mannschafts-Meisterschaft!

Ihre größte Stärke bewiesen die Damen und Herren der Tischtennisabteilung im Jahre 1971. Beide Mannschaften stiegen in die höchste schwäbische Liga auf!

1961 kam als nächste Abteilung die Skiabteilung hinzu.

Abteilungsleiter Walter Schnieringer rief zusammen mit dem Flachlandreferenten Erich Sanktjohanser den Schülercup für Flachlandvereine ins Leben. Von Dietmannsried bis Ulm, Augsburg und Schongau wurde der Stadtteil Oberbeuren durch die ausgezeichnet organisierten Skiveranstaltungen des TSVO bekannt!

1967 wurde auch noch eine Eishockeyabteilung aus der Taufe gehoben. 1. Abteilungsleiter war Josef Riefler, dem immer tatkräftig Georg Port zur Seite stand. Die Eishockeyspieler schafften 1970 sogar den Aufstieg von der Kreisklasse in die Landesliga. Durch die immer kostspieliger werdende Unterhaltung dieser Sportart ( Halle, Ausrüstung) und Weggang einiger wichtiger Spieler, wurde diese Abteilung vom Verein 1992 "vorübergehend" still gelegt!

Aerobic

Kurz vor der Eingemeindung zur Stadt Kaufbeuren bekamen Schule und Verein die neue Schulturnhalle. Mit der Fertigstellung dieser Halle im Jahre 1972 fällt auch die Gründung der Gymnastikabteilung, die heute die größte Abteilung im Verein ist. Erste Abteilungsleiterin wurde Irmgard Steiner.

Im Olympiajahr 1972

Olympia-Fackel im Vereinsheim

In diesem olympischen Jahr wurde einem Oberbeurer Sportler eine ganz besondere Ehre zuteil! Rudolf Steiner, langjähriger Mannschaftsführer der Fußballer, wurde als Staffettenläufer für das Olympische Feuer erwählt!

Einige Jahre später trat der gleiche Sportler wieder ganz groß hervor. Unzählige Stunden opferte Rudolf, zusammen mit anderen freiwilligen Helfern, beim Bau des neuen Sportplatzes und Sportheims. Als am 27. Juni 1976 der neue Platz eingeweiht wurde, erhielt er den Namen "Rudolf-Steiner-Platz".

1979 wurde eine Windsurfabteilung mit Werner Steiner als ersten Abteilungsleiter gegründet. Diese Abteilung übte den Sport hauptsächlich am Hopfensee oder Ammersee aus und führte für Kinder und Jugendliche Surfkurse aus. Leider ruht auch diese Abteilung zur Zeit!

Das Vereinsheim des TSV-Oberbeuren

Ursprünglich steht auf dem Gelände des TSV-Oberbeuren eine alte baufällige Holzbaracke, die den Sportlern als Umkleide- und Duschraum dient. Diese Baracke ist absolut nicht mehr zeitgemäß und so wächst immer mehr das Verlangen nach einer anderen Lösung!

Am 22.04.1988 kündigt der 1. Vorstand Walter Nocker auf der Jahreshauptversammlung den Bau eines neuen Vereinsheims an, da die Stadt Kaufbeuren das Gelände des Sportplatzes erworben hat. Schon auf einer Ausschußsitzung am 30.06.1988 konnte der Plan des Neubaues zur Einsicht vorgelegt werden.

Die Pläne wurden der Stadt Kaufbeuren eingereicht und die Zuschüsse wurden beantragt. Gleichzeitig wurden die einzelnen Abteilungen angeregt, wegen anstehender Eigenleistungen am Bau, Leute anzusprechen, die bereit sind mitzuarbeiten.

Der Bauplan wurde von der Stadt Kaufbeuren genehmigt und am 10.02.1989 wurde ein Bauausschuß vom Verein gebildet. Der Ausschuß setzte sich aus den Vereinsmitgliedern Nocker, Settele, Wilhelmer, Hartmann, Steiner, König, Schnieringer, Hörmann, Milz und Schoch zusammen.

Der Baubeginn des neuen Sportheimes war am 20.10.1989 und wurde von der Stadt Kaufbeuren mit ca. 500.000,00 DM veranschlagt. Der TSV-Oberbeuren wurde verpflichtet ca. 10 % an Eigenleistungen zu erbringen!

Auf der Jahreshauptversammlung am 04.05.1990 wurde ein neuer Vorstand gewählt ( 1. Vorstand wurde Georg Wilhelmer ) und Walter Nocker wurde wegen seiner Verdienste um den TSVO zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Walter Nocker sagte zu, weiterhin im Bauausschuß tätig zu bleiben.

Der Bau schritt voran und die geplanten Eigenleistungen (1300 Stunden) wie Holzverkleidungen, Fliesenarbeiten, Malerarbeiten, Bodenbeläge, Vorhänge wurden durch tatkräftige Helfer erbracht. Die Fa. Nocker stellte die gesamten Planungsarbeiten als Spende für den TSVO zu Verfügung!

Das neue Oberbeurer Sportheim (mit großem Parkplatz) hat im Erdgeschoß zwei Umkleideräume mit jeweils dazugehörenden Duschräumen für Mannschaften, einen Umkleideraum mit Dusche für Schiedsrichter, ein WC für Damen, ein WC für Herren und neben dem Vorratsraum mit Küche einen geräumigen Schulungs- und Aufenthaltsraum. Der Geräteraum ist für Rasenmäher, Streugerät und ähnliches vorgesehen. Im Obergeschoß befindet sich ein großer mit vielen Geräten ausgestatteter Fitnessraum mit Dusche und WC, das Büro für den Geschäftsführer und die Abstellboxen für die einzelnen Abteilungen.

Für den 29./30.09.1990 wurde eine "Sportheim-Einweihungs-Feier" geplant und organisiert.

Die Feierlichkeiten wurden mit einem ökumenischen Gottesdienst, gehalten von Pfarrer Rauwolf und Pfarrer Bonenberger eröffnet.Es folgte ein Rahmenprogramm mit Fußball, Fallschirmspringen und Vorstellungen der einzelnen Abteilungen.

Natürlich wurden Ehrengäste und die zahlreichen Besucher mit Speisen und Getränke, wie Hähnchen, Schweinshaxen, Würstchen, div. Salate, Kaffe und selbstgebackenen Kuchen versorgt. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Musikkapelle Oberbeuren.

Doch damit waren die Baumaßnahmen und Aktivitäten des TSV-Oberbeuren noch nicht zu Ende!

Tennisabteilung

Um diese Abteilung zu eröffnen ( der Tennis-Center-Club Kaufbeuren mußte seinen Spielbetrieb aufgeben und stellte den Antrag, als Abteilung in den TSVO einzutreten) waren natürlich wieder umfangreiche Baumaßnahmen nötig.

Am 18.02.1994 fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung des TSVO statt. Es wurde beschlossen eine Tennisanlage auf dem Gelände zu bauen und so wurde am 15.04.1994 die Tennisabteilung gegründet.

Wieder mußten Anträge, Baupläne, Bürgschaften, Zuschüsse und Kredite beschafft werden!

Da das gesamte Bauvorhaben mit ca. DM 450.000,00 zu Buche schlagen würde, der Stadtrat von Kaufbeuren eine Bürgschaft von DM 200.000,00 zusagte, die Kredite bei den Banken, die Zuschüsse beim BLSV beantragt waren, stand dem ersten Spatenstich durch den 1. Vorsitzenden Georg Wilhelmer im November 1994 nichts mehr im Wege!!!

Es wurden 4 Sandplatz-Tennisplätze auf dem ehemaligen Trainingsgelände der Fußballer gebaut, dafür mußte ein neuer Trainingsplatz angemietet und gebaut werden.

Schon im November 1995 konnte der 1. Vorsitzende auf einer Ausschußsitzung die erfreuliche Nachricht überbringen, daß der Bau der Tennisplätze bis auf einige Kleinigkeiten abgeschlossen sei!!!!

Es folgte der Anbau an das bestehende Vereinsheim. Ein Aufenthaltraum mit Wirtschaftsraum, der Ausbau eines Umkleideraumes mit Duschen und Toiletten für Damen und Herren im Obergeschoß für die Tennisabteilung war geplant und wurde durchgeführt!

Dank engagierter Helferinnen und Helfer konnte Abteilungsleiter Martin Hörmann auf einer Ausschußsitzung am 26.11.1996 den Umbau als so gut wie fertig melden!!

Da durch diese Baumaßnahme der ehemalige Geräteraum verloren ging, wurden direkt am Sportplatz 3 Fertiggaragen mit kleiner Terrasse aufgestellt.

Hier sind heute die Geräte, die Utensilien der Fußballabteilung und ein kleiner Wirtschaftsraum der Fußballabteilung untergebracht.

 

Bau einer Toilettenanlage

Ende 2003 wurde auf einer Ausschusssitzung beschlossen, für den Sportplatz eine Toilettenanlage zu bauen, war doch der Zustand nur Toiletten im Vereinsheim zu haben so nicht mehr tragbar.

Vorschläge waren , eine Fertiggarage (wie schon 3 vorhanden) aufzustellen und entsprechend auszubauen. Oder den Bau in Eigenleistung zu erstellen, waren doch angeblich genügend Maurer in der Fußballabteilung vorhanden.

Die Baugenehmigung wurde am 10.12.2003 erteilt. Von nun an galt es, die Arbeiten zu organisieren und in Angriff zu nehmen. Im März 2004 wurde die Baugrube ausgehoben. Optimisten glaubten so ein Bau müsste doch bis zur 75-Jahrfeier im Juni 2004 fertig sein.

Da alle Arbeiten nur in den Freizeiten der Helfer erledigt wurden, zogen und zogen und zogen sich die Bauarbeiten immer weiter hin. Der Rohbau wurde im Herbst 2004 fertig und damit Stillstand für 2004.

Im Frühjahr 2005 ging es dann weiter. Installateur, Fliesen, Elektro, Decken, Terrasse u.s.w. mussten erledigt werden. Der letzte Feinputz wurde im Juli 2005 aufgetragen und jetzt konnte die Bauabnahme beantragt werden. Die offizielle Inbetriebnahme der WC-Anlage wurde auf den 21.08.2005 zum 1. Heimspiel der 1. Fußballmannschaft festgelegt.

Ohne den Einsatz vieler Helfer, wäre dieser Bau für den Verein nicht zu bezahlen gewesen. Hat er doch trotz der vielen Eigenleistungen ein Loch von ca. 16.000,00 € in die Vereinskasse gerissen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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